Brennholz-Lexikon: Die wichtigsten Begriffe erklärt
Dieses Lexikon erklärt die wichtigsten Begriffe rund um den Kauf, die Lagerung und die Maßeinheiten von Brennholz – kurz und praxisnah.
Anfeuerholz / Anzündholz · 1. BImSchV · Birke · Brennholz / Kaminholz · Brennwert · Buche · Eiche · Emissionsgrenzwerte · Esche · Feinstaub · Festmeter (FM) · Feuchtemessgerät · frisch / waldfrisch · Gleichgewichtsfeuchte · Hartholz · Hartholzmix · Heizwert · Holzfeuchte · kammergetrocknet · Kubikmeter (m³) · Lagerung · Laubholz · Liter / Kubikdezimeter (dm³) · luftgetrocknet · nachhaltige Forstwirtschaft · Nadelholz · ofenfertig · Palette / Palettenlieferung · Pappel · Raummeter (RM) · Restfeuchte · Restholz · Scheitlänge · Schüttdichte / Stapeldichte · Schüttraummeter (SRM) · Spaltgröße · Ster · Wassergehalt · Weichholz · Weichholzmix
Anfeuerholz / Anzündholz
Dünne, trockene Holzstücke, die zum schnellen Entzünden eines Feuers verwendet werden. Anzündholz brennt leicht und erzeugt rasch Hitze, die dickere Scheite zum Brennen bringt. In unserem Shop finden Sie passendes Anzündholz.
1. BImSchV
Die Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes regelt in Deutschland, welche Brennstoffe in Kaminen und Öfen verwendet werden dürfen und welche Emissionsgrenzwerte einzuhalten sind. Für Brennholz verlangt sie einen Feuchtegehalt von unter 25 %, bezogen auf die Trockenmasse des Holzes. Für effizientes und schadstoffarmes Heizen werden üblicherweise Werte unter 20 % empfohlen. Mehr dazu in unserem Ratgeber: Restfeuchte beim Brennholz.
Birke
Heimische Laubbaumart mit mittlerem bis hohem Heizwert. Birkenholz lässt sich gut spalten, trocknet vergleichsweise schnell und eignet sich gut als Kaminholz. Unser Kaminholz Birke ist in verschiedenen Mengen erhältlich.
Brennholz / Kaminholz
Holz, das zur Erzeugung von Wärme durch Verbrennung genutzt wird. Im Handel werden die Begriffe Brennholz und Kaminholz gleichbedeutend verwendet. Eine ausführliche Übersicht über Holzarten, Qualitäten und Kaufkriterien finden Sie in unserem Ratgeber: Brennholz kaufen.
Brennwert
Der Brennwert gibt an, wie viel Energie beim Verbrennen eines Brennstoffs insgesamt freigesetzt wird – einschließlich der Energie, die im Wasserdampf der Verbrennungsgase steckt. Im Alltag ist der Heizwert die relevantere Kenngröße, da der Wasserdampf in normalen Kaminen nicht genutzt wird. Den Unterschied erklärt unser Ratgeber: Brennwert und Heizwert von Holz.
Buche
Die Rotbuche gilt als eine der beliebtesten Holzarten für den Kaminofen: hoher Heizwert, gleichmäßige Verbrennung, lange Brenndauer. Buchenholz ist dicht, gut spaltbar und in Deutschland weit verbreitet. Unser Kaminholz Buche ist trocken und frisch erhältlich.
Eiche
Eichenholz ist sehr dicht und hat einen hohen Heizwert mit langer Brenndauer. Es trocknet langsamer als andere Holzarten und sollte deshalb besonders sorgfältig und ausreichend lang gelagert werden. Unser Kaminholz Eiche wird trocken und frisch angeboten.
Emissionsgrenzwerte
Gesetzlich festgelegte Höchstwerte für Schadstoffe – insbesondere Feinstaub und Kohlenmonoxid –, die bei der Verbrennung von Holz in Kaminen und Öfen nicht überschritten werden dürfen. Die Grenzwerte sind in der 1. BImSchV geregelt. Gut getrocknetes Holz und ein ordnungsgemäß betriebener Ofen helfen, diese Werte einzuhalten.
Esche
Eschenholz hat unter den gängigen Holzarten einen der höchsten Heizwerte und lässt sich gut spalten. Es trocknet schneller als Eiche. Unser Kaminholz Esche ist trocken und frisch erhältlich.
Feinstaub
Feinstaub bezeichnet sehr kleine Partikel, die bei der Verbrennung von Holz entstehen können. Feuchtes oder ungeeignetes Holz erzeugt deutlich mehr Feinstaub als trockenes, ofenfertiges Holz. Die zulässigen Feinstaubemissionen für Kaminöfen sind in der 1. BImSchV geregelt.
Festmeter (FM)
Ein Festmeter entspricht 1 m³ reiner Holzmasse ohne Luftzwischenräume. In der Forstwirtschaft wird das Volumen von Rundholz häufig in Festmetern berechnet, beispielsweise anhand der Abmessungen der Stämme. Auch in Sägewerken und im Bauwesen ist diese Einheit gebräuchlich. Beim Verkauf von gespaltenem Kaminholz an Endkunden werden dagegen meist Raummeter oder Schüttraummeter verwendet. 1 RM enthält ungefähr 0,7 FM reine Holzmasse. Mehr dazu erklärt unser Ratgeber: Ster, Raummeter, Festmeter.
Feuchtemessgerät
Ein Feuchtemessgerät (auch Holzfeuchtemessgerät) zeigt an, ob Brennholz ausreichend trocken ist. Für ein möglichst zuverlässiges Ergebnis wird ein Scheit frisch gespalten und die Holzfeuchte an der neu freigelegten Innenfläche gemessen, da die äußeren Flächen trockener sein können als der Holzkern. Weitere Hinweise enthält unser Ratgeber zur Restfeuchte beim Brennholz.
frisch / waldfrisch
Frisches oder waldfrisches Holz wurde erst kürzlich geschlagen und enthält noch einen hohen Wassergehalt – oft 40–60 %. Vor der Verbrennung muss es ausreichend getrocknet werden. Bei natürlicher Lufttrocknung dauert dies je nach Holzart, Scheitgröße und Lagerbedingungen häufig ein bis zwei Jahre. Frisches Holz ist günstiger als ofenfertiges und eignet sich für alle, die ihren Vorrat selbst aufbauen möchten. Mehr dazu in unserem Ratgeber: Brennholz kaufen.
Gleichgewichtsfeuchte
Die Gleichgewichtsfeuchte ist der Feuchtegehalt, den Holz bei gegebener Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit von selbst annimmt. Bei überdachter Außenlagerung kann sich der Feuchtegehalt der üblichen Lufttrockenheit von etwa 15–20 % annähern. Besonders trockenes kammergetrocknetes Holz kann deshalb bei längerer Außenlagerung etwas Feuchtigkeit aufnehmen, bis es dieses Gleichgewicht erreicht. Mehr dazu in unserem Ratgeber: Kammergetrocknet vs. Luftgetrocknet.
Hartholz
Hartholz ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Holz von Laubbäumen wie Buche, Eiche, Esche oder Birke. Hartholz ist dichter als Weichholz, hat einen höheren Heizwert pro Raummeter und brennt länger. Einen Vergleich der Heizwerte verschiedener Holzarten finden Sie in unserem Ratgeber: Brennwert und Heizwert von Holz.
Hartholzmix
Eine je nach Saison und Verfügbarkeit wechselnde Mischung verschiedener Hartholzarten. Hartholzmix bietet ähnliche Brenneigenschaften wie die einzelnen Holzarten und ist eine wirtschaftliche Wahl für den täglichen Heizbedarf. Unser Kaminholz Hartholzmix ist trocken und frisch erhältlich.
Heizwert
Der Heizwert gibt an, wie viel nutzbare Wärmeenergie beim Verbrennen von Holz tatsächlich freigesetzt wird – ohne die im Wasserdampf gebundene Energie. Je trockener das Holz, desto höher der Heizwert. Der Heizwert ist die praxisrelevante Kenngröße beim Kaminholz und hängt stärker von der Restfeuchte ab als von der Holzart. Mehr dazu in unserem Ratgeber: Brennwert und Heizwert von Holz.
Holzfeuchte
Holzfeuchte ist der allgemeine Begriff für den Feuchtegehalt von Holz, ausgedrückt als Prozentsatz der Trockenmasse. Je nach Zusammenhang wird auch von Restfeuchte oder Wassergehalt gesprochen – diese Begriffe unterscheiden sich in ihrer genauen Bedeutung. Eine genaue Erklärung und Messanleitung finden Sie in unserem Ratgeber: Restfeuchte beim Brennholz.
kammergetrocknet
Kammergetrocknetes Holz wird in beheizten Trocknungskammern unter kontrollierten Bedingungen innerhalb weniger Tage oder Wochen getrocknet. Dadurch kann die Holzfeuchte gezielt auf einen für die Verbrennung geeigneten Wert gesenkt werden. Den Unterschied zur Lufttrocknung erklärt unser Ratgeber: Kammergetrocknet vs. Luftgetrocknet.
Kubikmeter (m³)
Der Kubikmeter ist die mathematische Basiseinheit für Volumen – ein Würfel mit 1 m Kantenlänge. Alle Brennholzeinheiten (FM, RM, SRM) sind Kubikmeter, unterscheiden sich aber darin, wie viel Holz tatsächlich in diesem Kubikmeter enthalten ist. Mehr dazu in unserem Ratgeber: Ster, Raummeter, Festmeter.
Lagerung
Brennholz muss trocken, überdacht und mit ausreichender Luftzirkulation gelagert werden, damit es die nötige Restfeuchte erreicht oder behält. Eine schlechte Lagerung kann dazu führen, dass ofenfertiges Holz wieder Feuchtigkeit aufnimmt oder Schimmel ansetzt. Ausführliche Tipps finden Sie in unserem Ratgeber: Brennholz richtig lagern.
Laubholz
Laubholz bezeichnet Holz von Laubbäumen – in Deutschland vor allem Buche, Eiche, Esche, Birke und Pappel. Laubholzarten haben in der Regel eine höhere Dichte als Nadelhölzer und liefern mehr Energie pro Raummeter. Einen Vergleich der Eigenschaften verschiedener Laubholzarten finden Sie in unserem Ratgeber: Brennwert und Heizwert von Holz.
Liter / Kubikdezimeter (dm³)
Kleinere Mengen Brennholz werden gelegentlich in Litern oder Kubikdezimetern (dm³) angegeben – insbesondere bei Säcken. Dabei gilt: 1 Liter entspricht 1 dm³, 1.000 Liter entsprechen 1 m³. Die Angabe beschreibt das Volumen des befüllten Behälters, nicht das reine Holzvolumen; wie viel Holz tatsächlich enthalten ist, hängt von Scheitgröße, Schüttung und Holzart ab. Einen Überblick über alle Mengeneinheiten gibt unser Ratgeber: Ster, Raummeter, Festmeter.
luftgetrocknet
Luftgetrocknetes Holz trocknet natürlich über einen längeren Zeitraum an einem überdachten, gut belüfteten Ort. Die Restfeuchte ist weniger kontrollierbar als bei der Kammertrocknung, kann aber bei richtiger Lagerung ebenfalls unter 20 % sinken. Den Vergleich mit kammergetrocknetem Holz finden Sie in unserem Ratgeber: Kammergetrocknet vs. Luftgetrocknet.
nachhaltige Forstwirtschaft
Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet, dass nur so viel Holz entnommen wird, wie nachwächst – der Wald bleibt langfristig erhalten. In Deutschland ist nachhaltige Bewirtschaftung gesetzlich vorgeschrieben; viele Betriebe sind zusätzlich nach Standards wie PEFC oder FSC zertifiziert. Mehr über unsere Holzherkunft erfahren Sie in unserem Ratgeber: Brennholz kaufen.
Nadelholz
Nadelholz – in Deutschland vor allem Fichte, Kiefer und Lärche – hat eine geringere Dichte als Hartholz und damit einen niedrigeren Heizwert pro Raummeter. Es entzündet sich leicht, brennt schneller ab und eignet sich gut zum Anfeuern oder als günstige Ergänzung. Unser Kaminholz Nadelholz ist trocken und frisch erhältlich.
ofenfertig
Als ofenfertig wird üblicherweise Brennholz bezeichnet, das ausreichend trocken und sofort zum Verbrennen geeignet ist; angestrebt wird meist eine Holzfeuchte unter 20 %. Die 1. BImSchV erlaubt Scheitholz mit einem Feuchtegehalt von unter 25 %, bezogen auf die Trockenmasse. Der Begriff beschreibt den Zustand des Holzes – nicht die Trocknungsmethode: sowohl kammergetrocknetes als auch luftgetrocknetes Holz kann ofenfertig sein. Was ofenfertig genau bedeutet und wie Sie es prüfen, erklärt unser Ratgeber: Restfeuchte beim Brennholz.
Palette / Palettenlieferung
Kaminholz auf Palette ist auf einer Einwegpalette aufgestapelt und gesichert – die gängigste Lieferform für größere Mengen (1 RM oder 2 RM). Palettenlieferungen erfolgen per Spedition oder, in der Region Sachsen, durch unser eigenes Lieferteam. Alle Hinweise zur Anlieferung finden Sie in unserem Ratgeber: Brennholz kaufen.
Pappel
Pappelholz ist ein leichtes Weichholz mit niedrigem Heizwert und geringem Gewicht pro Raummeter. Es trocknet schnell, brennt lebhaft, aber kurz. Unser Kaminholz Pappel eignet sich als Einstieg oder zur Ergänzung.
Raummeter (RM)
Der Raummeter ist 1 m³ sauber gestapeltes, gesägtes Kaminholz – inklusive der Hohlräume zwischen den Scheiten. Er ist in Deutschland die gebräuchlichste Handelseinheit für Kaminholz auf Paletten. 1 RM enthält ca. 0,7 FM reines Holz und entspricht ca. 1,3–1,4 SRM. Alle Umrechnungen erklärt unser Ratgeber: Ster, Raummeter, Festmeter.
Restfeuchte
Die Restfeuchte gibt an, wie viel Wasser noch im getrockneten Holz enthalten ist, ausgedrückt als Prozentsatz der Holztrockenmasse. Ofenfertiges Holz hat eine Restfeuchte unter 20 %; je niedriger die Restfeuchte, desto höher der Heizwert. Wie Restfeuchte gemessen wird und was die Werte bedeuten, erklärt unser Ratgeber: Restfeuchte beim Brennholz.
Restholz
Restholz sind Holzabschnitte und Nebenprodukte aus der Holzverarbeitung – bei uns aus der eigenen Produktion. Es eignet sich gut zum Anfeuern oder für gelegentlichen Heizbedarf und ist günstiger als reguläres Kaminholz. Unser Restholz Mischholz ist je nach Verfügbarkeit lose sowie in Säcken oder Kartons erhältlich.
Scheitlänge
Die Scheitlänge gibt an, auf welche Länge das Holz gesägt wurde. Übliche Scheitlängen für Kaminholz sind 25 cm, 33 cm und 50 cm – je nach Feuerraum des Ofens. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Scheitlänge zur lichten Feuerraumtiefe Ihres Kaminofens passt.
Schüttdichte / Stapeldichte
Die Schüttdichte beschreibt, wie viel Holzmasse (in kg) in einem Schüttraummeter enthalten ist; die Stapeldichte das Entsprechende für einen Raummeter. Beide Werte hängen von Holzart, Scheitgröße und Feuchtegehalt ab. Sie sind die Grundlage für den Vergleich zwischen gestapelten und losen Liefermengen. Mehr dazu in unserem Ratgeber: Ster, Raummeter, Festmeter.
Schüttraummeter (SRM)
Der Schüttraummeter ist 1 m³ lose geschüttetes, ungestapeltes Kaminholz. Wegen der größeren Hohlräume enthält 1 SRM nur ca. 0,6–0,7 RM Holz. Beim Preisvergleich sollten Angebote in SRM und RM immer in dieselbe Einheit umgerechnet werden. Alles zur Umrechnung erklärt unser Ratgeber: Ster, Raummeter, Festmeter.
Spaltgröße
Die Spaltgröße beschreibt die Stärke beziehungsweise den Querschnitt der gespaltenen Holzscheite. Kleinere Scheite trocknen schneller und entzünden sich leichter; größere Scheite brennen länger und eignen sich besser für die Grundbeheizung. Die optimale Spaltgröße hängt vom Ofen und vom Verwendungszweck ab.
Ster
Ster (Abkürzung: ST) ist ein regionaler Begriff für denselben Inhalt wie der Raummeter – 1 m³ gestapeltes Holz. Er wird hauptsächlich in Bayern und Österreich verwendet; in Sachsen und den meisten anderen Teilen Deutschlands ist Raummeter (RM) die gebräuchliche Bezeichnung. Mehr dazu in unserem Ratgeber: Ster, Raummeter, Festmeter.
Wassergehalt
Der Wassergehalt beschreibt den Anteil von Wasser am Gesamtgewicht des Holzes – im Gegensatz zur Restfeuchte, die sich auf die Trockenmasse bezieht. Frisches Holz hat einen Wassergehalt von 40–60 %; ofenfertiges Holz liegt bei unter etwa 17 %. Die genaue Abgrenzung zur Restfeuchte erklärt unser Ratgeber: Restfeuchte beim Brennholz.
Weichholz
Weichholz bezeichnet Holz von Nadelbäumen sowie einigen leichten Laubbäumen wie der Pappel. Es hat eine geringere Dichte als Hartholz und einen niedrigeren Heizwert pro Raummeter, brennt aber leicht und eignet sich gut zum Anfeuern. Einen Vergleich mit Hartholz finden Sie in unserem Ratgeber: Brennwert und Heizwert von Holz.
Weichholzmix
Eine Mischung verschiedener Weichholzarten aus unserem Sortiment. Weichholzmix eignet sich als Ergänzung zu Hartholz oder für Bereiche, in denen kurze, lebhafte Feuer ausreichen. Unser Kaminholz Weichholzmix ist trocken und frisch erhältlich.